MIT entwickelt Roboter mit etwas gesundem MenschenverstandMIT entwickelt Roboter mit etwas gesundem Menschenverstand

In einer bahnbrechenden Entwicklung haben Ingenieure des Massachusetts Institute of Technology (MIT) einen Weg gefunden, Robotern ein Stück weit „gesunden Menschenverstand“ zu vermitteln. Diese Innovation ermöglicht es Haushaltsrobotern, sich selbst zu korrigieren, wenn sie während ihrer Aufgaben von ihrem geplanten Weg abkommen. Der Schlüssel zu diesem Durchbruch liegt in der Verbindung der Bewegungsdaten von Robotern mit dem „Common Sense Knowledge“ von großen Sprachmodellen (LLMs).

Die Herausforderung: Roboter und ihre Grenzen

Bislang lernten Haushaltsroboter komplexe Aufgaben, indem sie menschliche Bewegungen nachahmten, die ihnen physisch vorgeführt wurden. Diese Methode des Imitationslernens hat jedoch ihre Grenzen: Wenn nicht für jede mögliche Störung eine Anpassung programmiert wurde, wussten die Roboter oft nicht, wie sie reagieren sollten, und mussten ihre Aufgaben von vorne beginnen.

Die Lösung: Integrierte Common Sense Knowledge

Die MIT-Ingenieure um den Doktoranden Yanwei Wang haben eine Methode entwickelt, die die Bewegungsdaten von Robotern mit den umfangreichen Wissensdatenbanken großer Sprachmodelle verknüpft. Diese Verbindung ermöglicht es Robotern, eine gegebene Haushaltsaufgabe logisch in Unteraufgaben zu gliedern und sich physisch an Störungen innerhalb einer Unteraufgabe anzupassen. Dies bedeutet, dass ein Roboter seinen Weg korrigieren kann, ohne ganz von vorne beginnen zu müssen, und das, ohne dass Ingenieure explizit Fixes für jedes mögliche Problem programmieren müssen.

Technische Details: Von Nachahmung zu Selbstkorrektur

Der Schlüssel zur neuen Methode, die Robotern einen „gesunden Menschenverstand“ verleiht, liegt in einem innovativen Algorithmus. Dieser ermöglicht es, die umfangreichen, natürlichsprachlichen Wissensdatenbanken großer Sprachmodelle (LLMs) mit der realen Welt zu verknüpfen. Konkret bedeutet das: Der Algorithmus stellt eine direkte Verbindung zwischen den LLMs, die Aufgaben und deren Unteraufgaben in Worte fassen, und der physischen Umsetzung dieser Aufgaben durch den Roboter her.

Der Prozess, bekannt als „Grounding“, ist revolutionär. Er erlaubt es dem Roboter, anhand seiner physischen Position oder eines Bildzustands zu „verstehen“, an welchem Punkt einer Aufgabe er sich gerade befindet. Das Besondere daran ist die Fähigkeit zur Selbstkorrektur: Erkennt der Roboter, dass er von der geplanten Trajektorie abgekommen ist, kann er eigenständig Maßnahmen ergreifen, um zum richtigen Pfad zurückzukehren. Dies geschieht, ohne dass die Aktion von vorne gestartet werden muss.

Die Wirksamkeit des Ansatzes wurde anhand eines einfachen Experiments demonstriert: Ein Roboterarm wurde trainiert, Murmeln von einer Schüssel in eine andere zu schöpfen. Nach einigen Demonstrationen und mit Hilfe eines vortrainierten LLM, das die Schritte der Aufgabe auflistete, konnte der Algorithmus die definierten Unteraufgaben des LLMs mit den Bewegungsdaten des Roboters verknüpfen. Trotz externer Störungen, wie dem Wegstoßen des Roboters oder dem Herunterfallen von Murmeln, war der Roboter in der Lage, sich selbst zu korrigieren und jede Unteraufgabe erfolgreich abzuschließen.

Dieser selbstkorrigierende Mechanismus ist ein großer Schritt vorwärts in der Robotik. Er minimiert nicht nur die Notwendigkeit menschlicher Eingriffe, sondern erweitert auch signifikant die Einsatzmöglichkeiten von Robotern in dynamischen und unvorhersehbaren Umgebungen. Damit ebnet diese Technologie den Weg für autonomere und effizientere Roboter, die in der Lage sind, komplexe Aufgaben in Haushalten und darüber hinaus zu übernehmen.

Fazit: Ein Schritt in Richtung autonome Haushaltsroboter

Diese Entwicklung markiert einen signifikanten Fortschritt in der Roboterforschung. Indem sie Robotern die Fähigkeit verleihen, aus Daten gelernte Verhaltensweisen robust gegen Störungen zu machen, öffnen die MIT-Ingenieure die Tür zu einer Zukunft, in der Haushaltsroboter komplexe Aufgaben mit einem Grad an Unabhängigkeit ausführen können, der bisher unerreichbar schien.

Quelle: MIT News

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